Fellbacher
Lämmler

Fellbacher Lämmler

Eine der großen Lagen Württembergs, das Herzstück des Weinguts. Das eigentlich aus vielen kleinen Lagen besteht. Die Böden sind im Erdzeitalter Trias entstanden, vor ungefähr 250 bis 200 Millionen Jahren, da gab es den Urkontinent Pangäa noch. Es geht unten mit Gipskeuper los, dem schweren, kalhaltigen Grundstock des Berges. Der altbekannte „Wetzstein“ gehört dazu, aber auch der „Semerod“. Dann folgt eine Schilfsandsteinschicht, leichterer, hellerer, gut erwärmbarer Boden, der im „Hinteren Berg“ die größte Mächtigkeit aufweist. Dann folgt der seinen Namen verdienende „Bunte Mergel“, der in Rot, Blau und Grün schimmert. Durchzogen wird er von einer Schicht grauen Kieselsandsteins, mit Eigenschaften ähnlich dem Schilfsandstein. Ganz oben, schon auf über 400 m.ü.M. schließt der Stubensandstein mit leuchtendem Weiß das Spektrum ab. Das alles spielt sich innerhalb 100 Höhenmetern ab. Die Hänge sind mit bis zu 70 % teils sehr steil, im unteren Bereich gibt es auch einige Flächen unter 30 % Steigung. Die Exposition der Hänge ist Süd bis West. Dass sich aus diesem Panoptikum riesige Unterschiede bezüglich der Eignung von Rebsorten und Anbauarten ergeben, liegt auf der Hand. Die Klassiker Burgunder, Lemberger und Riesling stehen hier und weisen den Cabernets nur eine Nebenrolle zu.

Im Gewann „Brenner“ stehen unsere alten Spätburgunderreben für das Große Gewächs, mit denen alles anfing. Steil, eng für Seilzug gezeilt, ungefähr so alt wie der Chef und immer noch sein Lieblingsweinberg. Die jüngeren Pinot- Reben mit Genmaterial aus dem Burgund liefern die Trauben für den „Simonroth“. 

Der aufstrebende Lemberger steht auf dem roten und grünen „Bunten Mergel“ mitten im „Lippenberg“-Steilhang und im Hinteren Berg. Dieser Boden und die Höhenlage von bis zu 380 m stehen hinter seinem frischen, pinotartigen, dabei pfeffrig-würzigen Charakter.

Riesling ist im Lämmler schon seit langer Zeit der meistangebaute Weißwein. Der vor dreißig Jahren einbezogene „Wetzstein“ hatte einen hervorragenden Ruf. In der „Höld“ mit ihrem aus dem „Hinteren Berg“ stammenden Schilfsandstein und im „Semerod“ wachsen sehr haltbare, würzige, nach der Umstellung auf Spontangärung unverwechselbare Rieslingtypen. Sie profitieren von langem Hefelager und reifen auch in der Flasche hervorragend. Wenn der Jahrgang passt, gibt es spannende Beeren- und Trockenbeerenauslesen.

Einige
Weine der
Lage

Unsere Lagen

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